Zaubergarten – Böhmisches Glas aus sieben Jahrhunderten

Im fünften Stock des Hauptgebäudes des Museums sind drei Säle mit einer Gesamtfläche von 380 m2 in vier Ausstellungsbereiche gegliedert, die sich chronologisch aneinander reihen. Die so abgeteilten Räume ermöglichen es, nicht nur das Glas selbst, sondern auch die Begebenheiten zu vermitteln, die beim Glas eine konkrete Rolle spielen – oder auch eine lyrische Geschichte zu erzählen.

Deshalb also Zaubergarten – denn was ist ein Glasgegenstand denn anderes, als eine Blume, die sprie-t, sich zur Knospe entfaltet und sich dann in einer Blüte zur Schönheit wandelt (jede in ihre spezifische), die Freude schenkt, Schmerzen stillt. Einem französischen Garten entspricht auch die Grundeinteilung des Raumes – die Hauptterrasse mit den Dominanten (Glocke, Fontäne, gegossene Plastik) und Nebenwege und stille Winkel.

Das Lyrische der Ausstellung wird gesteigert durch Ausschnitte aus den Werken von Dichtern, die untrennbar und einfühlend zu den Haupttexten der Ausstellung gehören, wie auch szenographische Elemente, bei denen der Besucher auf dem Weg einer Zeitachse vom Dunkel ins Licht geführt wird. Aus kunsthistorischer Sicht führt uns die Ausstellung den Weg vom anonymen Kelch bis zum eigenständigen Autoren Solitär und sucht die Antwort auf die Frage, wann, wie und warum dieser Prozess überhaupt verlief und wohin er in der Gegenwart führt.

AUDIOGUIDE in Deutsch »